Sag’s Annika: Guter Austausch und erste Maßnahmen

Im Rahmen der Aktion „Sag’s Annika“ der BNN haben Bürger die Möglichkeit, auf Missstände in ihrem Stadtteil aufmerksam zu machen. Der Bürgerverein nutzte diese Gelegenheit und lud Redakteurin Annika an die Wendeschleife ein, um die Situation vor Ort in den Fokus zu rücken. Gemeinsam mit dem Ortsvorsteher wurde auch der kommunale Ordnungsdienst hinzugezogen.

Am 18. März trafen sich Vertreter der BNN, des Ordnungsdienstes, der Ortsverwaltung, des Bürgervereins sowie Anwohner an der Wendeschleife, um sich ein Bild von der Lage zu machen.

Ortsvorsteher Thomas Jäger schilderte eine zunehmende Häufung von Vandalismus und Brandstiftung. So wurde eine installierte Absperrung, die verhindern soll, dass dort Autorennen im Kreis stattfinden, wiederholt beschädigt und kurz nach ihrer Instandsetzung erneut beschmiert. Auch Bäume wurden mutwillig zerstört.

Die Ortsverwaltung sah sich bereits gezwungen, Mülleimer abzubauen, nachdem diese regelmäßig beschädigt, ihr Inhalt verstreut und teils angezündet worden war. Auch die Benjeshecke, die als Schutzmaßnahme am abrutschgefährdeten Steilufer des Heidesees dient, wurde mehrfach in Brand gesetzt.

Anwohner berichten zudem von erheblichen Ruhestörungen, insbesondere an Wochenenden. Dabei treten zwei unterschiedliche Gruppen in Erscheinung: Einerseits Feiernde, die sich vor allem am See aufhalten und bis tief in die Nacht mit sehr lauter Musik feiern. Andererseits treffen sich an der Wendeschleife regelmäßig Autofahrer, die ihre Fahrzeuge präsentieren und ebenfalls zu Ruhestörungen beitragen.

Während diese Problematik ganzjährig besteht, spitzt sich die Lage an langen Sommerwochenenden deutlich zu.

Seitens der Behörden wird die Heide bislang nicht als besonderer Brennpunkt eingestuft. Dennoch erkannten der Leiter des Ordnungsamtes, Herr Lipp, sowie der Leiter des kommunalen Ordnungsdienstes an, dass es wiederholt zu Straftaten gekommen ist. Aufgrund der zeitlichen Häufung der Vorfälle sollen ab April verstärkt präventiv Streifen am Wochenende in die Heide geschickt werden. Nach drei Monaten ist eine Auswertung geplant, um mögliche Muster zu erkennen und gezieltere Maßnahmen ergreifen zu können.

BNN-Aktion „Sag’s Annika“ – Vorort-Termin am 18.03.

Die Badischen Neueste Nachrichten (BNN) starten gemeinsam mit der Arbeitsgemeinschaft Karlsruher Bürgervereine e.V. (AKB) die Mitmach-Aktion „Sag’s Annika“ – und unser Stadtteil Neureut-Heide ist herzlich eingeladen, sich aktiv zu beteiligen.

Vom 16. März bis 10. April ist BNN-Volontärin Annika Abendschön zentrale Ansprechpartnerin für alle Anliegen aus Karlsruhe.

Ihre Themen zählen!

Bürgerinnen und Bürger können:

  • Themenvorschläge einreichen
  • über Positives und Negatives im Stadtteil berichten
  • Kritik äußern oder Lob aussprechen
  • Anregungen geben oder Diskussionen anstoßen

Ab den 16.3.26 können Sie Annika erreichen

  • telefonisch unter: 0151 50923360 (Montag bis Freitag 10-17Uhr)
  • per WhatsApp, SMS unter obiger Nummer
  • per Mail an: sagsanika@bnn.de
  • auf BNN Kanal auf Instagramm: @badische_neuste_nachrichten

Das Besondere: Bei Themen von allgemeinem Interesse können Sie auch Annika auch zu sich in den Stadtteil einladen.

Ob es um Verkehrssicherheit, Radwege, Nahversorgung, Treffpunkte, Spielplätze oder andere Entwicklungen in Neureut-Heide geht – jetzt besteht die Möglichkeit, Themen öffentlich sichtbar zu machen und gemeinsam vor Ort zu besprechen.

  • Machen Sie mit!

Als Bürgerverein Neureut-Heide e.V. verstehen wir uns als Mittler zwischen Bürgerschaft, Verwaltung und Öffentlichkeit. Gerne begleiten wir Gespräche mit der Redaktion oder unterstützen bei der Koordination von Terminen.

Diese Aktion ist eine gute Gelegenheit, die Anliegen aus Neureut-Heide einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich zu machen – konstruktiv, sachlich und lösungsorientiert.

Zum Einstieg haben wir einen Termin mit Annika

  • zum Thema „Wendeschleife der Linie 1 und Umgebung – Müll und Lärmbelästigung“
  • am 18.03.2026, um 17:30 Uhr fest ausgemacht!
  • Treffpunkt ist die Wendeschleife

Zum Gespräch haben wir unseren Ortsvorsteher Herrn Thomas Jäger eingeladen.

Auch Sie sind herzlich eingeladen!

Sollten Sie an diesem Termin nicht teilnehmen können oder etwas mehr Zeit für die Schilderung Ihres Anliegens benötigen, bietet der Bürgerverein einen besonderen Service an:

Sie können uns gern Ihr Thema gerne vorab über unser Online-Formular übermitteln. Wir bringen es dann für Sie vor Ort ein oder die BNN nehmen Kontakt mit Ihnen auf. Bitte beachten Sie, dass Ihr Anliegen von allgemeinem Interesse sein sollte.

Vortrag: Mikroplastik in der Umwelt

Am 26. Januar 2026 hielt Frau Dr.-Ing. Saskia Ziemann vom Projektträger Karlsruhe (PTKA) einen informativen Vortrag zum Thema „Mikroplastik in der Umwelt“. Rund zwölf interessierte Zuhörerinnen und Zuhörer verfolgten die Ausführungen aufmerksam, stellten zahlreiche Fragen und nahmen viele neue Erkenntnisse mit nach Hause.

In ihrem Vortrag machte Frau Ziemann deutlich, wie vielfältig Kunststoffe heute sind: Es gibt fast 200 verschiedene Kunststoffarten und mehr als 10.000 Kunststoffsorten. Additive wie z.B. UV-Stabilisatoren, Antioxidantien, Weichmacher, Flammschutzmittel oder Farbstoffe verleihen den Materialien ihre gewünschten Eigenschaften.

Die weltweite Produktion ist enorm: Über acht Milliarden Tonnen Kunststoffe wurden seit 1950 bereits hergestellt. Knapp fünf Milliarden Tonnen davon befinden sich heute auf Deponien oder direkt in der Umwelt.

Durch Verwitterung zerbröseln Kunststoffe in immer kleinere Teile- so wird aus Makroplastik (Stücke größer als fünf Millimeter) über die Zeit Mikroplastik, also Partikel kleiner als einen Millimeter bis hinunter zu einem Mikrometer. Gelangen diese Kunststoffe durch menschlichen Einfluss oder durch Wind und Wetter in Flusssysteme, wird ein Großteil ins Meer transportiert, wo sie weiter zerkleinert werden. Die Mikroplastikpartikel im Meer stammen besonders häufig aus Textilien (35 %), Reifenabrieb (28 %) und Stadtstaub (24 %); der Rest kommt aus unterschiedlichen Quellen.

Konventionelle mechanisch-biologische Kläranlagen entfernen zwar etwa 99 % des Mikroplastiks aus dem Abwasser, doch die Partikel verbleiben im Klärschlamm. Wird dieser nicht verbrannt, sondern als Dünger auf landwirtschaftliche Flächen ausgebracht, kann das Mikroplastik wieder in die Umwelt gelangen.

Die Gefährlichkeit von Mikroplastik lässt sich bislang nicht abschließend bewerten. Je nach enthaltenen Chemikalien und Umweltbedingungen entstehen Partikel mit sehr unterschiedlichen Eigenschaften. Gelangen diese in Pflanzen oder in die Körper von Tieren und Menschen, können verschiedene Reaktionen auftreten. Bekannt ist bisher, dass unter bestimmten Bedingungen giftige Additive freigesetzt werden können und kleinste Partikel (vor allem. Nanoplastik) in Gewebezellen eindringen können, wo sie entzündliche Reaktionen auslösen. Umfang und Bedeutung sowie mögliche Gefährdungen sind weiterhin Gegenstand der Forschung.

Zur Verringerung der Umweltbelastung hat die EU unter anderem eine Einwegkunststoffrichtlinie erlassen: Einwegprodukte, für die es Alternativen gibt, werden verboten, Recyclingsysteme sind verpflichtend und die Recyclingquote soll steigen. In der Praxis ist dies schwierig, da Kunststoffe oft noch nicht sortenrein getrennt werden können und Recycling aufwendig ist.

Auch Biokunststoffe sind keine einfache Lösung: nur wenige davon sind unter ganz bestimmten Bedingungen biologisch abbaubar, die allerdings meistens weder im Meer noch im Boden oder im heimischen Komposthaufen gegeben sind.

Abschließend wurde aufgezeigt: Jede und jeder kann zur Vermeidung von Mikroplastik beitragen – etwa durch weniger Autofahren und angepasste Fahrweise, wodurch Reifenabrieb reduziert wird oder die richtige Entsorgung von Flusen aus Waschmaschine oder Trockner im Restmüll, die Vermeidung von sog. „schwarzem“ Kunststoff, der sich nicht recyceln lässt, und insgesamt einem bewussteren Umgang mit Plastik. Jede und jeder sollte tun, was im eigenen Rahmen möglich ist.

Vortrag „Mikroplastik in der Umwelt“

Der Bürgerverein lädt zu einem Vortrag über Mikroplastik ins Kulturhaus Mikado, Kanalweg 52, ein. Als Referentin wird Frau Dr.-Ing. Saskia Ziemann (Projektträger Karlsruhe (PTKA) Herkunft, Auswirkungen und Vermeidung von Mikroplastik erläutern sowie aktuelle Forschungsansätze vorstellen.

  • WANN: 26. Januar, 19:30 Uhr   
  • WO: Kulturhaus Mikado, Kanalweg 52, 76149 Karlsruhe          

Worum geht es in diesem Vortrag?

Plastik ist aus unserem Alltag kaum noch wegzudenken – es begegnet uns in Verpackungen, Elektronik und zahlreichen weiteren Anwendungen.

Mit der zunehmenden Produktion steigen jedoch auch die Mengen an Plastikabfällen, die häufig bereits nach kurzer Nutzung in die Umwelt gelangen und dort zu Mikroplastik zerfallen. Die Belastung nimmt stetig zu, weshalb eine genaue Untersuchung und Überwachung dringend erforderlich ist. Die Referentin Dr.-Ing. Saskia Ziemann (Projektträger Karlsruhe (PTKA)) wird erläutern, wie Mikroplastik entsteht, auf welchen Wegen es in Böden, Gewässer und Luft gelangt und wie es sich dort verhält. Ebenso werden Methoden zur Erfassung und mögliche technische und natürliche Wege zur Entfernung vorgestellt.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf Maßnahmen gegen Plastikmüll und Mikroplastik: vom verantwortungsvollen Umgang mit Plastik über Chancen und Grenzen von Bioplastik bis hin zu politischen Regelungen und modernen Recyclingverfahren.

Die Veranstaltung richtet sich an alle, die besser verstehen möchten, wie groß die Herausforderung „Plastik in der Umwelt“ wirklich ist – und was wir als Gesellschaft tun können.

Trinkwasserbrunnen als Teil der Strategie zur Hitzeanpassung

Die Stadt Karlsruhe plant, in den Jahren 2026 und 2027 zusätzliche Trinkwasserbrunnen in Neureut-Heide und der Nordstadt zu errichten. Damit reagiert die Stadt auf Vorschläge aus der Bürgerschaft und vom Bürgerverein Neureut-Heide und natürlich auch auf den erkennbaren Bedarf in den genannten Quartieren, wo bislang nur eine Refillstation mit eingeschränkten Öffnungszeiten zur Verfügung steht.

Mehrere Standorte, darunter die Straßenbahnschleife Neureut-Heide, der Bereich an der Kita Flughafenstraße/Weißdornweg sowie Plätze in der Nähe von Einkaufsmöglichkeiten, werden derzeit geprüft. Besonders sinnvoll erscheint nach Einschätzung der Stadt ein Trinkwasserbrunnen in der Nähe des Quartiersspielplatzes Jasminweg – dort, wo aktuell bereits Bauarbeiten stattfinden.

Die Finanzierung soll im nächsten Doppelhaushalt beschlossen werden. Der Bürgerverein begrüßt diese Entwicklung als wichtigen Beitrag zur Hitzeanpassung und zur Verbesserung der Aufenthaltsqualität im öffentlichen Raum.

Zukunftssicher Heizen – großes Interesse beim Infoabend

Großes Interesse am Thema klimafreundliches Heizen zeigte sich beim Infoabend „Zukunftssicher Heizen“ am 15. Oktober 2025 in der Rheinstube der Badnerlandhalle. Rund 50 Bürgerinnen und Bürger informierten sich über moderne und nachhaltige Heizalternativen.

Frau Hennrich und Herr Dr. Gewiese von der Karlsruher Energie- und Klimaschutzagentur (KEK) gaben einen umfassenden Überblick über Heizungstausch, rechtliche Rahmenbedingungen, Wärmepumpen und Fördermöglichkeiten. Besonders geschätzt wurden die praxisnahen Tipps sowie die Möglichkeit, individuelle Fragen zu stellen.

Die Veranstaltung wurde gemeinsam von der Ortsverwaltung Neureut, den Bürgervereinen Neureut-Heide und Neureut-Kirchfeld sowie der KEK organisiert. Das große Interesse zeigte deutlich: Viele Menschen in Neureut erwägen, in eine zukunftssichere und klimafreundliche Wärmeversorgung zu investieren.

Starkregenereignisse sind auch für die Heide relevant

Auch in der Heide können Starkregenereignisse zu erheblichen Schäden führen. Die Stadt hat daher einen detaillierten Plan zur Starkregenvorsorge erstellt. In diesem wurden drei Szenarien berechnet: ein seltenes, ein außergewöhnliches und ein extremes Starkregenereignis (siehe Abbildung).

Diese Szenarien zeigen auf, wie sich Starkregen in verschiedenen Intensitäten auf die Karlsruher Stadtteile auswirken kann. Besonders wichtig: Aus dem Plan lassen sich überflutungsgefährdete Bereiche, die voraussichtliche Wassertiefe sowie die Fließgeschwindigkeit ablesen.

Während beim seltenen Szenario kaum Gebäude betroffen sind, zeigen die außergewöhnlichen und extremen Szenarien, dass auch in der Heide einzelne Gebäude in Mitleidenschaft gezogen werden könnten. Über die untenstehenden Links lassen sich sowohl Starkregengefahrenkarte als auch Hinweisbroschüren zu Schutzmaßnahmen gegen die Folgen von Starkregenereignissen aufrufen, die die Bürger/innen präventiv umsetzen können.

Links:

Trockene Magerwiesen und Feuchtbiotope am Heidesee

Im Rahmen des Projekts „Artenkenntnis für alle“ fand am 21.8. unter sachkundiger Führung von Frau Dr. Judith Bieberich, die vom Naturkundemuseum Karlsruhe organisierte Exkursion „Pflanzenwelt am Heidesee“ statt. Sie betonte bei der Einführung, dass in Karlsruhe viele unterschiedliche Naturräume und Biotope auf engem Raum zu finden sind.

Die Begehung des Heidesees endet mit einem Moment der Fassungslosigkeit

Am 25.7.24 fand eine Begehung des Heidesees durch den Ortschaftsrat, die Ortsverwaltung, sowie durch das zuständigen – Tiefbauamt (TA) und das Umweltamt (UA) statt. Eingeladen war auch der Bürgerverein Neureut-Heide e.V.

Frau Heck (TBA), Frau Bergstroem und Herrn Tropf (beide UA) berichteten über den Zustand des Sees, die Maßnahmen und die Perspektive……

Der Spielplatz am Jasminweg wird komplett erneuert!

Viele betroffene junge Mütter und Väter mit Kindern, interessierte Großeltern, Nachbarn, Mitglieder des Ortschaftsrates und der Ortsverwaltung sind der Einladung des Gartenbauamtes zur Bürgerinformation gefolgt, um sich über die anstehende Erneuerung des Spielplatzes am Jasminweg zu informieren.

Die Planerinnen berichteten, dass der gesamte Spielplatz erneuert wird. Die noch vorhandenen Spielgeräte für die Kleinsten und die Himmelschaukel sind altersbedingt erneuerungsbedürftig. Für die Seilbahn gibt es keine Ersatzteile mehr, sodass sie auch ersetzt werden muss.

Der Spielplatz wird in 3 Bereiche gegliedert

  • Ein Bereich für Kinder bis 4 Jahre,
  • Zwei Bereiche für Kinder von 4 bis 8 Jahre