Sie sind gefragt: Die Stadt befragt ihre Bürger

Die Stadt Karlsruhe lädt ihre Bürgerinnen und Bürger ein, Teil des Prozesses zur Gestaltung der Stadt Karlsruhe zu werden. 

Mit dem integrierten Stadtkonzept 2040 möchte die Stadt Karlsruhe einen Handlungsrahmen bis ins Jahr 2040 erarbeiten. Karlsruhe 2040 ist umfassend angelegt und berücksichtigt alle wesentlichen Aspekte des Stadtlebens. Bei der Erarbeitung sollen möglichst viele mitmachen und ihre Sicht auf Karlsruhes Zukunft einbringen. 

Bringen Sie sich bis zum 15.02.2026 in der Online-Beteiligung ein!

👉 Online-Befragung zur Karlsruhe 2040

Insgesamt widmet sich Karlsruhe 2040 acht sogenannten Fokusthemen. Sie machen deutlich, welche Fragen die Stadt bewegen, und sind der inhaltliche Rahmen für das Konzept:

  • Bildung & Soziales: Wie wollen wir als Gesellschaft zusammenleben?
  • Umwelt: Wie wollen wir Menschen, Natur, Grünflächen und Ressourcen in Balance bringen?
  • Kultur & Freizeit: Wie wollen wir unsere Stadt gemeinsam erleben und genießen?
  • Stadt & Wohnen: Wie wollen wir Stadt und Innenstadt als Wohn- und Lebensraum weiterentwickeln?
  • Mobilität: Wie wollen wir in unserer Stadt unterwegs sein?
  • Wirtschaft & Wissenschaft: Wie wollen wir arbeiten, forschen und wirtschaften?
  • Smart City: Wie wollen wir digitale Technologien datenbasiert und vernetzt für die Stadtentwicklung nutzen?
  • Klima: Wie wollen wir auf den Klimawandel reagieren und unsere Stadt resilient aufstellen?

Der Bürgerverein wird zu Themen, die für Neureut-Heide relevant sind, über diesen Weg der Stadt Vorschläge unterbreiten.

Vortrag: Mikroplastik in der Umwelt

Am 26. Januar 2026 hielt Frau Dr.-Ing. Saskia Ziemann vom Projektträger Karlsruhe (PTKA) einen informativen Vortrag zum Thema „Mikroplastik in der Umwelt“. Rund zwölf interessierte Zuhörerinnen und Zuhörer verfolgten die Ausführungen aufmerksam, stellten zahlreiche Fragen und nahmen viele neue Erkenntnisse mit nach Hause.

In ihrem Vortrag machte Frau Ziemann deutlich, wie vielfältig Kunststoffe heute sind: Es gibt fast 200 verschiedene Kunststoffarten und mehr als 10.000 Kunststoffsorten. Additive wie z.B. UV-Stabilisatoren, Antioxidantien, Weichmacher, Flammschutzmittel oder Farbstoffe verleihen den Materialien ihre gewünschten Eigenschaften.

Die weltweite Produktion ist enorm: Über acht Milliarden Tonnen Kunststoffe wurden seit 1950 bereits hergestellt. Knapp fünf Milliarden Tonnen davon befinden sich heute auf Deponien oder direkt in der Umwelt.

Durch Verwitterung zerbröseln Kunststoffe in immer kleinere Teile- so wird aus Makroplastik (Stücke größer als fünf Millimeter) über die Zeit Mikroplastik, also Partikel kleiner als einen Millimeter bis hinunter zu einem Mikrometer. Gelangen diese Kunststoffe durch menschlichen Einfluss oder durch Wind und Wetter in Flusssysteme, wird ein Großteil ins Meer transportiert, wo sie weiter zerkleinert werden. Die Mikroplastikpartikel im Meer stammen besonders häufig aus Textilien (35 %), Reifenabrieb (28 %) und Stadtstaub (24 %); der Rest kommt aus unterschiedlichen Quellen.

Konventionelle mechanisch-biologische Kläranlagen entfernen zwar etwa 99 % des Mikroplastiks aus dem Abwasser, doch die Partikel verbleiben im Klärschlamm. Wird dieser nicht verbrannt, sondern als Dünger auf landwirtschaftliche Flächen ausgebracht, kann das Mikroplastik wieder in die Umwelt gelangen.

Die Gefährlichkeit von Mikroplastik lässt sich bislang nicht abschließend bewerten. Je nach enthaltenen Chemikalien und Umweltbedingungen entstehen Partikel mit sehr unterschiedlichen Eigenschaften. Gelangen diese in Pflanzen oder in die Körper von Tieren und Menschen, können verschiedene Reaktionen auftreten. Bekannt ist bisher, dass unter bestimmten Bedingungen giftige Additive freigesetzt werden können und kleinste Partikel (vor allem. Nanoplastik) in Gewebezellen eindringen können, wo sie entzündliche Reaktionen auslösen. Umfang und Bedeutung sowie mögliche Gefährdungen sind weiterhin Gegenstand der Forschung.

Zur Verringerung der Umweltbelastung hat die EU unter anderem eine Einwegkunststoffrichtlinie erlassen: Einwegprodukte, für die es Alternativen gibt, werden verboten, Recyclingsysteme sind verpflichtend und die Recyclingquote soll steigen. In der Praxis ist dies schwierig, da Kunststoffe oft noch nicht sortenrein getrennt werden können und Recycling aufwendig ist.

Auch Biokunststoffe sind keine einfache Lösung: nur wenige davon sind unter ganz bestimmten Bedingungen biologisch abbaubar, die allerdings meistens weder im Meer noch im Boden oder im heimischen Komposthaufen gegeben sind.

Abschließend wurde aufgezeigt: Jede und jeder kann zur Vermeidung von Mikroplastik beitragen – etwa durch weniger Autofahren und angepasste Fahrweise, wodurch Reifenabrieb reduziert wird oder die richtige Entsorgung von Flusen aus Waschmaschine oder Trockner im Restmüll, die Vermeidung von sog. „schwarzem“ Kunststoff, der sich nicht recyceln lässt, und insgesamt einem bewussteren Umgang mit Plastik. Jede und jeder sollte tun, was im eigenen Rahmen möglich ist.

Neues von der Evangelischen Fachschule für Sozialpädagogik Bethlehem

Podiumsdiskussion zur anstehenden Landtagswahl

Montag, 02.02.26 um 13.45 Uhr

Hierbei stehen bildungspolititsche Fragen wie „Chancengleichheit im Bildungssystem“ und „Qualitätssicherung im frühkindlichen Bereich“ im Fokus. Eingeladen sind VertreterInnen verschiedener Parteien. Die Veranstaltung findet für unsere Auszubildenden in der Aula der Fachschule statt und ist offen für allen Interessierten.

Sofagespräch

Am Donnerstag, 26.02.26 um 17.00 Uhr

Wir laden Sie alle herzliche zu einem Sofagespräch an unsere Schule ein. Wir sprechen mit ehemaligen KollegInnen und Auszubildenden über die Erzieherausbildung in den letzten Jahrzehnten. Die Geschichte der Schule und der Wandel in der Ausbildungs sind interessante Aspekte dieses Gesprächs. Anmeldung ist nicht erforderlich. Der Eintritt ist frei.

Autoren-Lesung mit Anja Reumschüssel

Anja Reumschüssel liest aus ihrem Roman „Über den Dächern von Jerusalem“, der 2023 erschienen ist und die Thematik des Nahostkonfliktes aus den Augen von vier Jugendlichen sehr anschaulich schildert. Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der Stephanus-Buchhandlung statt. Hierüber können auch Eintrittskarten für die Veranstaltung erworben werden

Susanne Dischinger

Vortrag „Mikroplastik in der Umwelt“

Der Bürgerverein lädt zu einem Vortrag über Mikroplastik ins Kulturhaus Mikado, Kanalweg 52, ein. Als Referentin wird Frau Dr.-Ing. Saskia Ziemann (Projektträger Karlsruhe (PTKA) Herkunft, Auswirkungen und Vermeidung von Mikroplastik erläutern sowie aktuelle Forschungsansätze vorstellen.

  • WANN: 26. Januar, 19:30 Uhr   
  • WO: Kulturhaus Mikado, Kanalweg 52, 76149 Karlsruhe          

Worum geht es in diesem Vortrag?

Plastik ist aus unserem Alltag kaum noch wegzudenken – es begegnet uns in Verpackungen, Elektronik und zahlreichen weiteren Anwendungen.

Mit der zunehmenden Produktion steigen jedoch auch die Mengen an Plastikabfällen, die häufig bereits nach kurzer Nutzung in die Umwelt gelangen und dort zu Mikroplastik zerfallen. Die Belastung nimmt stetig zu, weshalb eine genaue Untersuchung und Überwachung dringend erforderlich ist. Die Referentin Dr.-Ing. Saskia Ziemann (Projektträger Karlsruhe (PTKA)) wird erläutern, wie Mikroplastik entsteht, auf welchen Wegen es in Böden, Gewässer und Luft gelangt und wie es sich dort verhält. Ebenso werden Methoden zur Erfassung und mögliche technische und natürliche Wege zur Entfernung vorgestellt.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf Maßnahmen gegen Plastikmüll und Mikroplastik: vom verantwortungsvollen Umgang mit Plastik über Chancen und Grenzen von Bioplastik bis hin zu politischen Regelungen und modernen Recyclingverfahren.

Die Veranstaltung richtet sich an alle, die besser verstehen möchten, wie groß die Herausforderung „Plastik in der Umwelt“ wirklich ist – und was wir als Gesellschaft tun können.